Unter Ägyptologen hatte Carter wenige Freunde und trotz des Ruhmes über diese Entdeckung wurde ihm eine öffentliche Anerkennung für seine Arbeiten seinerzeit versagt. Februar nächsten Jahres. Im Anschluss daran sollten nach Carters Wunsch auch die Frauen der Archäologen den geöffneten Sarkophag sehen können. Aufgrund dessen und der Umarbeitung eines Korridorgrabes in ein kleines Königsgrab, wird die Bestattung Tutanchamuns als hastig und improvisiert gedeutet. [163] Der ursprünglich vermauerte und von Grabräubern zum Teil durchbrochene Durchgang hat eine Höhe von 1,40 m. Wie bei der Vor- oder Schatzkammer hatten durch die Beamten der Totenstadt nach der ersten Beraubung keine Aufräumarbeiten stattgefunden und Howard Carter fand die Grabbeigaben in dieser Kammer in völligem Durcheinander. [131] Im Totenbuch heißt es in Spruch 151 unter anderem, wie auch auf der Maske Tutanchamuns zu lesen ist: Die einzelnen Partien des Kopfes werden dadurch mit den Göttern gleich gesetzt und „verleihen dem königlichen Haupt ewige Jugend“.[130]. zuordnete. Oktober 1926, in der fünftem Grabungssaison.[59]. Ihre Identität ist somit bisher ungeklärt. Dynastie ein. Innerhalb des Sarkophages entdeckte Carter nacheinander drei anthropomorphe Särge. Diese Büste war als eines der Original-Objekte auf internationalen Wanderausstellungen zu sehen. [156] Bei der Mumie Tutanchamuns befand sich auf der äußersten Bindenschicht aufliegend zwischen den gekreuzten Händen aus Blattgold, die Zepter und Flagellum hielten, ein weiterer Herzskarabäus aus schwarzem Stein, der vermutlich den eigentlichen Herzskarabäus ersetzen sollte. Für die Archivierung und Aufbereitung für das Internet war der Ägyptologe Jaromír Málek verantwortlich. [153], Der Nachtrag zu Spruch 30B beschreibt, aus welchen Materialien der Herzskarabäus zu bestehen hat, über die der Spruch zu sprechen ist und wie das Amulett dem Verstorbenen anzulegen ist: „Zu sprechen über einem Käfer aus grünem Stein, eingefasst in Weißgold, sein Ring aus Silber. Das des Ersten und Äußeren ähnelt und entspricht dem traditionellen Schrein Oberägyptens, per-wer. Er erklärte ihnen, der Vogel würde zurückkommen. [166] Die in den Wandbemalungen für die Figuren verwendeten Farben sind Rot, Braun, Blau, Grün, Schwarz und Weiß. Die Ergebnisse wurden Anfang Mai 2016, nach einer „Konferenz zu Tutanchamun“ an der Wissenschaftler aus aller Welt teilnehmen sollten, um Thesen und Ergebnisse zu diskutieren, anschließend auf einer Pressekonferenz von Khaled El Anany[271], präsentiert.[272]. Stück für Stück allen Interessierten frei und unentgeltlich verfügbar. die These, dass es in Grab KV62 noch zwei weitere Kammern (an West- und Nordwand der Grabkammer angrenzend) geben könnte und das Grab ursprünglich das von Tutanchamuns Vorgänger, Neferneferuaton (Nofretete), ist. 3) Sohn des Re, „Lebendes Abbild des Amun, Herrscher des südlichen Iunu“, dem Leben gegeben sei ewig. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut, Abteilung Kairo, dem Institut für Kulturen des Alten Orients der Eberhard Karls Universität Tübingen und dem Ägyptischen Museum in Kairo durchgeführt und ist auf insgesamt drei Jahre ausgelegt. ein Lichtbild, das die genaue Lage des Gegenstands im Grab wiedergab. Dadurch schützten sie nicht den ihnen jeweilig zugehörigen Horussohn. Christine El Mahdy bezeichnete es als seltsamen Zufall, dass KV62 nur drei Tage nach Beginn der Grabungssaison entdeckt worden war. [138] Die Mumie weist durchstochene Ohrläppchen auf. Es trafen zahlreiche Gratulationsschreiben und Hilfsangebote für Howard Carter ein. Zahi Hawass nimmt an, dass der König durch eine Malariainfektion gestorben sei, da Gen-Abschnitte des Malaria-Parasiten Plasmodium falciparum entdeckt worden waren. Allerdings weist er einige genetisch bedingte Anomalien auf: Sprengel-Missbildung, das spinale Dysphrasie-Syndrom sowie eine leichte Skoliose. Als ein Beispiel nennt er Sandalen, in die Perlen eingearbeitet waren. Februar 1923 allein für Pressevertreter und Besucher des Grabes vorgesehen. [15] Er regierte etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. Krauss hinterfragt außerdem, wie Howard Carter die Fußabdrücke von Grabräubern von jenen derer zu unterscheiden vermochte, die das Grab wieder in Ordnung gebracht und verschlossen hatten. Die Pektorale hatten keine Ketten und kein Gegengewicht und waren in Leinen gewickelt und mit einem Siegel versehen. Entgegen der bisher allgemeinen Deutung, dass es sich um ein umgearbeitetes Privatgrab handelt, ist KV62 Nicholas Reeves zufolge durchaus mit anderen Königsgräbern vergleichbar. Im großen, äußeren vergoldeten Holzschrein befanden sich drei weitere vergoldete Holzschreine, über denen ein Katafalk aus Holz stand. Dabei stieß der „Wasserjunge“ auf Stein und entdeckte damit die erste Treppenstufe. Die Wiederbestattung des jungen Königs in KV62 erfolgte am 23. [64] Die stetige, internationale Berichterstattung über die Ausgrabungsarbeiten in KV62 dauerte fast den vollständigen Bearbeitungszeitraum der Gegenstände aus dem Grab an. Diese waren Carter zufolge vor dem Einsargen über die Mumie gegossen worden, was aus der unterschiedlichen Höhe der verhärteten Öle an den Sargwänden geschlossen wurde. Das Tuch in KV62 hatte unter dem Gewicht der Verzierungen erheblich gelitten und war, wie jenes aus KV55, deshalb zerfallen und fragil. Weiterhin zeigte sich eine Druckverletzung, die durch einen Schlag oder einen Tumor entstanden sein könnte. So ist beispielsweise auf Krug Nr. Es wurde festgestellt, dass der Körper sehr sorgfältig mit Leinenbinden umwickelt worden war, die Gliedmaßen zuerst einzeln für sich und danach mit dem Körper zusammen. [307] Bereits Howard Carter beschrieb zu diesem Fund die achtsame Handhabung von abgefallenen Teilen der kleinen Büste, die er und Arthur Callender „mühevoll eingesammelt“ hatten. Die ägyptischen Zeitungen beanstandeten, dass ihnen der Zugang zu einem altägyptischen Königsgrab verwehrt blieb. Diese hockenden Paviane stehen für die erste der zwölf Nachtstunden, die die Sonne und der König hinter sich bringen müssen, um am Morgen wieder geboren zu werden. [22]“ Für das Fortleben im Jenseits war der Name deshalb ebenfalls bedeutsam. Die Späne fand Carter am Sarkophag, neben einem Djed-Amulett. Er vermerkte jedoch die „dunklen Punkte“ als Schimmelpilz in der Wandbemalung der Grabkammer, deren Bildung durch eingedrungene Feuchtigkeit und die von organischen Objekten im Grab, sowie vermutlich durch die Vergipsung und Farbe der Wände begünstigt worden war. Nach der Entdeckung der obersten Treppenstufe wurde das Gelände von Geröll befreit. Die Decken in KV62 waren bisher nie eingehend untersucht worden. Zahi Hawass schrieb 2013 in Discovering Tutankhamun. [94] Die schwarze Hautfarbe der Figuren diente nicht der Abschreckung von Eindringlingen. [193], Für einen Großteil der Beigaben war bereits zur Zeit der Entdeckung durch Howard Carter nachgewiesen, dass vieles aus der Grabausstattung ursprünglich nicht für Tutanchamun bestimmt oder für ihn angefertigt gewesen war, sondern aus „zweiter Hand“ stammte. Auch das Grab Haremhabs, KV57, wurde für Tutanchamun in Betracht gezogen. Der ehemalige Hofbeamte Echnatons und Tutanchamuns mit dem Titel „Gottesvater“ ist damit als königlicher Nachfolger Tutanchamuns festgehalten, wie er in den späteren Königslisten fehlt. Inhalt Box 272; fotografiert von Harry Burton um 1927, Anklagen wegen Anklebens von Tutanchamun-Bart, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tutanchamun&oldid=206609298, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. Des Weiteren ist den Fotos von der Nordwand der Vorkammer zu entnehmen, dass die Truhe (Fundnummer 21) zwischen den großen Holzstatuen bewegt worden war, da diese auf den Fotos in unterschiedlichen Positionen zu sehen ist. Der Fund stellte Howard Carter insgesamt vor eine große organisatorische und logistische Herausforderung. Diese umfassten neben einer Überdachung des Grabeingangs, einer Umwallung auch die Installation je einer metallenen Schutztür am oberen und unteren Ende des Korridors B und eine Zugangstreppe aus Metall.[75]. Diese konnte genetisch bisher nicht einer Tochter König Echnatons und somit eventuell Anchesenamun zugeordnet werden. um Königin Teje handelt, mit dieser abgeglichen. [42] So zeichnete Howard Carter den Inhalt der Grabkammer vollständig nach. Howard Carters Notizen, Zeichnungen, Tagebucheinträge wurden nach dessen Tod 1939 von seiner Nichte, Phyllis Walker, 1946[4] an das Griffith Institute in Oxford übergeben und werden seitdem, wie ein Teil der Negativfilme des Fotografen Harry Burton, dort aufbewahrt. Zum einen über die Beigaben bei königlichen Begräbnissen und zum anderen über die Bestattung eines Königs. [187] Zum Abschluss der ersten Stunde im Amduat heißt es: Eine vergleichbare Darstellung findet sich, mit leicht veränderter Aufteilung im Vergleich zu der in der Grabkammer Tutanchamuns, an der Nordostwand im Grab (WV23) von dessen Nachfolger Eje. Daneben erbrachte die Untersuchung von 2010 auch weitere Knochenkrankheiten bei Tutanchamun (z. Es passt nicht in die bekannten Muster von Königsgräbern.“[228], Nicholas Reeves beschrieb 1997 in der Vorlesung The Tombs of Tutankhamun and his Predecessor, dass von zehn Hauptgegenständen aus dem Grab die Hälfte der Objekte für das Begräbnis adaptiert und für Tutanchamun geändert worden war. So fanden sich bei zwei Schreinen beispielsweise noch massive Spuren durch die Bearbeitung mit einem Hammer und einige Partien der Goldverkleidungen waren abgeplatzt. Durch die übermäßige Verwendung an Salbölen waren die Leinenbinden nicht nur schwarz gefärbt, sondern auch extrem brüchig. Ab 1917 widmete sich Howard Carter im Auftrag des englischen Lord Carnavon der Suche nach verlorenen Gräbern und vor allem nach dem des Tutanchamun. Von Howard Carter selbst erhielt es die Nummer 433, in der Reihenfolge seiner seit 1915 gemachten Entdeckungen. Das farbige Glas stand für Lapislazuli, Türkis und Karneol. „Wenn es so weiterginge, wäre die Mumie Tutanchamuns seiner Meinung nach innerhalb der nächsten 50 Jahre vollständig zerstört.“[142], Beginn der Untersuchung der Mumie Tutanchamuns in KV15 (Grab Sethos II. Wird in Bezug auf Tutanchamuns Grabschatz von Semenchkare gesprochen, ist meist der Thronname Anch-cheperu-Re gemeint. (KV15) wurde als Konservierungslabor und Fotostudio genutzt, während das nicht weit von KV62 entfernte Grab KV55 von Harry Burton als Dunkelkammer verwendet wurde.[38]. This controversial question has now been settled and his age definitely fixed between the limitsof 17 or 19 years of age", Die Annahme eines Alters von 23–27 Jahren, zum Beispiel von Gabolde, Wente und Harris, wurde damit widerlegt. erwähnten Schreine als auch ein vollständiges Sargensemble, bestehend aus Sarkophag, drei Särgen und der Mumie des Königs. Januar 1923. Nach längerer Überlegung und Gesprächen mit Howard Carter und Alan Gardiner schloss Lord Carnarvon am 9. Die Mumie befindet sich heute allerdings in einem so schlechten Zustand, dass kein Einschnitt zur Entnahme der Organe oder eine Beschädigung des Schädels zur Entnahme des Gehirns nachgewiesen werden konnten. From Howard Carter to DNA zu den vergoldeten Holzschreinen aus der Grabkammer, dass sich diese weiterhin im Originalzustand der Erstrestaurierung durch Alfred Lucas in den 1920er Jahren befinden. Der Teil des Blockes ist jedoch stark beschädigt, weshalb der Name von Anchesenpaaton nur erschlossen werden konnte, aber für beide Königskinder auf Echnaton als Vater hinweisen muss, da Anchesenpaaton nachweislich als Tochter Echnatons in weiteren Inschriften angegeben ist. Die abgebildete Schlange ist Mehen, deren Name übersetzt „die Einhüllende“ bedeutet. Am wahrscheinlichsten ist es, dass sowohl Gebrauchsgegenstände (Amtsinsignien zum Beispiel) mitgenommen, als auch einige Stücke speziell für das Jenseits neu gefertigt wurden. In der Reihenfolge der Entdeckungen der Gräber im Tal ist es das 62. altägyptische Grab und liegt im östlichen Bereich der Königsnekropole. Zu der Gruppe, der speziell für eine Bestattung hergestellten Objekte gehören die Särge, die Kanopen, aber auch ein Set von Götterfiguren in Schreinen, die auch von anderen Königsgräbern des Neuen Reiches bekannt sind und sich bisher nur bei Bestattungen von Königen fanden. Kritisiert wurde ferner der zerstörerische Umgang mit der Mumie Tutanchamuns. Die Ursachen der Todesfälle wurden untersucht: Fünf Mitglieder des Entdeckerteams begingen auf Grund der Veröffentlichungen der anderen Todesfälle Selbstmord. Tutanchaton bestieg vier Jahre nach dem Tod Echnatons den Thron Ägyptens. Die Form des Deckels entspricht dem des zweiten Schreins und des Kanopenkastens und dem traditionellen Schrein Oberägyptens (per-wer – „Großes Haus“). Regierungsjahr Echnatons, findet sich nicht nur auf dem goldenen Thron, sondern auch auf der „perlenbestickten Kappe“, die sich am Kopf der Mumie Tutanchamuns fand. Der Fötus ist weiblich. Zu einer völlig anderen Deutung in Bezug auf ein ursprüngliches Grab kam Nicholas Reeves. DERRY and BEY´s study (.....) has enabled them to give a definite pronouncements to the age of Tut-ankh-Amen. November 2015: Paul-Anton Krüger in Süddeutsche Zeitung: Allgemeine Zeitung Mainz, Jens Frederiksen, 1. Das Nummerierungssystem der Gräber im Tal der Könige geht auf John Gardner Wilkinson zurück, der Ägypten 1821 erstmals bereiste und während seiner Aufzeichnungen von Inschriften auch die bis zu diesem Zeitpunkt bekannten Königsgräber nummerierte. Bei der Inventarisierung wurden die Objekte mit Schildern der entsprechenden Nummern versehen und von Harry Burton erneut fotografiert, damit später die Originalposition im Grab nachvollzogen werden konnte. Carter ist ein gutmütiger Junge, dessen Interesse vollständig der Malerei und Naturgeschichte gilt … es ist für mich nicht von Nutzen, ihn zum Ausgräber auszubilden.“, 30 Jahre später äußerte sich Petrie zur Entdeckung des Königsgrabes: „Wir können von Glück sagen, dass all dies in den Händen von Carter und Lucas liegt.“ T. G. H. James zufolge war dies das größte Lob, das Carter jemals hätte bekommen können.[40]. Die beiden in seinem Grab gefundenen und mumifizierten Föten, eine Frühgeburt und eine Totgeburt, wurden als seine Töchter angesehen. Das Leinenband sowie die „Kappe“ sind heute nicht mehr vorhanden. Regierungsjahr Echnatons[A 9]) trug, ausgestattet. Tatsächlich wurden von den Zeichnern für die Figuren unterschiedliche Gestaltungsraster verwendet. Am 4. ), KV10, KV55, KV56 („Goldgrab“) und KV63 (Depot). Die kleinen Nischen waren mit einer Kalksteinplatte verschlossen, verputzt und bemalt worden. Die Gegenstände des Grabschatzes befanden sich ihrer Aussage weiterhin in der Anordnung wie sie seinerzeit aus dem Grab geborgen worden waren. Jedem Horussohn war eine Göttin zugeordnet. November 1922 einen weiteren Kanarienvogel mit nach Theben. Die bereits zur Zeit der Graböffnung in der Grabkammer vorhandenen „braunen“ Punkte auf den Wandmalereien wurden ebenfalls untersucht und es wurde festgestellt, dass diese mikrobiologischen Ursprungs, aber nicht mehr lebensfähig und nicht mehr aktiv sind. [219] Er war danach nie wieder an einer Ausgrabung in Ägypten beteiligt gewesen, führte aber gelegentlich noch Würdenträger oder Persönlichkeiten durch das Tal der Könige, zuletzt 1936. Seine Notizen vermitteln den Eindruck, dass die „Lebensaufgabe Grab des Tutanchamun zu viel für ihn gewesen ist“. Ein Blumenkranz fiel ihnen ebenfalls zum Opfer. Diese Darstellung findet sich einmal um den Kopf und einmal um die Füße der Darstellung Tutanchamuns als mumifizierter Osiris. Mit Sockel messen die „Wächterstatuen“, auch Ka-Statuen, etwa 1,90 m, die Figuren selbst haben eine Größe von ca. 2009 hatte die Firma Factum Arte hochauflösende Bilder von 3D-, Ein zusätzliches Indiz ist für Reeves die unterschiedlichen Positionen der Nischen für die. Nach Entfernen des Klebstoffes wurde der Zeremonialbart mit einer neuen Röhre aus Fiberglas mittels Epoxidharz an der Maske befestigt und danach der Bart selbst mit Honigwachs angebracht, wie er auch ursprünglich angebracht gewesen war. Howard Carters System sah vor, sämtliche Fundstücke an Ort und Stelle zu fotografieren, zu nummerieren und katalogisieren und zum Teil direkt im Grab durch Konservierungsmaßnahmen vor dem vollständigen Zerfall zu schützen, um sie überhaupt transportieren und später restaurieren zu können. T. G. H. James Eindruck von dem gesamten Grabinventar ist der von einer scheinbar willkürlich aus dem Palast und den Magazinen zusammen gestellten Ansammlung an Gegenständen: „Bot etwa ein königliches Begräbnis die Gelegenheit, sich der Gegenstände zu entledigen, die nicht mehr benötigt, aber dennoch nicht weggeworfen werden durften?“ Obwohl es zu den Objekten selbst viele ungeklärte Fragen gibt, geben sie dennoch Aufschluss über die Künstler, die diese „bemerkenswerten“ Gegenstände gefertigt und umfassende Kenntnisse zu den Materialien hatten, die sie bearbeitet und verarbeitet haben. Im oberen Bereich einer vermauerten Wand fand Carter mehrere intakte Siegel. Türöffnung 8) Durchgang 9) 1. Auch die von Nicholas Reeves als überschrieben bezeichnete und von Marc Gabolde zeichnerisch dokumentierte Kartusche wurde untersucht. Der größere Fötus 317b war bei der Entdeckung weniger gut erhalten, befindet sich heute aber in einem besseren Zustand als 317a. [293], Als Reaktion auf die Flutschäden von 1994 im Tal der Könige wurden Schutzmaßnahmen gegen solche Wettereinflüsse ergriffen. Die Mumie mit Totenmaske und Leinenbinden füllte den Sarg fast vollständig aus. Das Nilufer zu erreichen dauerte 15 Stunden. [290] Zahlreiche Gräber im Tal der Könige waren über die Jahre hinweg von solchen Sturzfluten mit Gerölleinschwemmungen betroffen gewesen, auch wenn diese nicht regelmäßig und häufig vorkommen. Die Lizenz regelte außerdem, dass bei einer Entdeckung der Inspektor von Oberägypten in Luxor – eine Position, die Howard Carter von 1899 bis 1904 selbst innegehabt hatte – zu benachrichtigen sei. und wurde in Achet-Aton („Horizont des Aton“), der von Echnaton neu gegründeten Hauptstadt, geboren. Allerdings weist er einige genetisch bedingte Anomalien auf: Sprengel-Missbildung, das spinale Dysphrasie-Syndrom sowie eine leichte Skoliose. November wurde die Treppe vollständig frei geräumt. Vor Ort waren außerdem Räumlichkeiten erforderlich, um die Funde nach dem Bergen aus dem Grab zu konservieren und zu lagern, bevor sie vom Westufer des Nils in der Höhe von Luxor nach Kairo transportiert werden konnten. Er ist aus 200 kg Gold, 1,80 m hoch und mit Lapislazuli und Türkisen übersät. Februar 1925 vermerkte er in seinem Grabungstagebuch 40 Besucher für das Grab, die die ägyptische Regierung ausgewählt und eingeladen hatte. Einige waren völlig oder nahezu zerstört. Diese waren nachweislich für Tutanchamun angepasst und nach genauerer Untersuchung ursprünglich für König Semenchkare / Neferneferuaton angefertigt worden. Grundlage für seine Annahme bilden die Absätze 9 und 10 zur Fundteilung in der Grabungslizenz. Ursprünglich hatten sich im oberen Aufsatz Straußenfedern befunden;[26] doch nach Carters und Carnarvons regelmäßiger Aufforderung an Besucher, kräftig daran zu ziehen (um sich mit eigenen Augen von der Stabilität zu überzeugen), kam nur der goldene Teil letztlich im Museum an. [295] Eine Feststellung, die bereits Alfred Lucas gemacht hatte, der für die chemischen Untersuchungen im Grab und die Konservierung der Objekte zuständig gewesen war. Um die in der Vorkammer zwischen gelagerten großen Dächer der Schreine, die zum Teil in schlechtem Erhaltungszustand waren, aus dem Grab entfernen zu können, musste im Oktober 1930 nicht nur das Stahltor wieder entfernt werden, sondern auch einige der unteren Stufen, wie es Carter bereits für das Altertum vermerkt hatte. [130] Der Spruch soll den König in der Unterwelt vor vielfältigen Gefahren schützen. Carters Eintrag im Grabungsjournal zum 3. Das war für die am Grab beteiligten Arbeiter ein schlechtes Vorzeichen, da diese Schlange (Wadjet) Landesgöttin für Unterägypten, neben dem Geier (Nechbet), Landesgöttin für Oberägypten, ein Schutzsymbol eines altägyptischen Königs war. Die Situation verschärfte sich und Carter wurde mitgeteilt, dass „es nicht sein Grab sei“. Dort werden Angaben über die Kammern im Grab gemacht, wonach es neben einer „Krypta“ vier weitere Räume oder Schatzkammern gibt, sowie angrenzende Pfeilerhallen, einen Raum für Uschebtis, einen „Ruheplatz der Götter“, eine Schatzkammer und eine „Schatzkammer des Innersten Raumes“. Nur bei einem beraubten Grab sollten die Anteile des Fundes hälftig für den Ausgräber und das Land Ägypten erfolgen. Das vorderste Ritualbett zur Grabkammer hin ist das der Göttin Mehet-Weret, doch ist die gewählte Tiergestalt nicht die der Göttin entsprechende Kuh, sondern der Löwe. Dabei ging er von einer unnatürlichen Todesursache aus. Die ineinander geschachtelten Schreine enthielten schließlich den steinernen Sarkophag mit den drei Särgen und der Mumie. [19] Auf diese chemische Reaktion hatte Douglas E. Derry bereits 1925 bei der Untersuchung der Mumie hingewiesen. Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass sich auf den beiden Armlehnen des Throns beide unterschiedliche Namensvarianten des Königs befinden: auf der linken Armlehne innen die Form Tut-anch-Amun, auf der rechten Armlehne außen die Form Tut-anch-Aton. Insgesamt wurden in der Schatzkammer über 500 verschiedene Objekte gefunden. Es ist Mode geworden, Leute, die sich auf irgendeinem Feld einen Namen gemacht haben, zu verunglimpfen. Dezember 1922 mit seiner Hilfe zusammengestellt, zu dem neben Howard Carter und Lord Carnarvon schließlich gehörten:[35], Während der zweiten Grabungssaison (1923–1924) war Richard Bethell, ein Mitglied der Egypt Exploration Society, Howard Carters Assistent. Die Arme des Königs waren leicht angewinkelt und nicht, wie auf allen drei Sargdeckeln zu sehen ist, über der Brust gekreuzt, mit Flagellum und Krummstab als königliche Insignien. Im Zuge des Baus des Grand Egyptian Museum ist vorgesehen, den vollständigen Grabschatz dort nach entsprechender Restaurierung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie beklagten sich mit Fortgang der Ausgrabung zunehmend bei Pierre Lacau, dem Direktor der Altertümerverwaltung. Howard Carter beschrieb die Funde in KV62 als „eine Angelegenheit, die von einem Mann nicht zu bewältigen war.“[33] Die Anzahl der gefundenen Objekte überstieg jeden bisherigen „gewöhnlichen“ Fund in Ägypten. Der Grabschatz Tut-Anch-Amuns im Ägyptischen Museum Kairo. So bezeichnete Friederike Seyfried nach der Konferenz die Theorie von Reeves als vage Hypothese. Es gibt viele Grabbeigaben, die die Namen von Tutanchamuns Verwandten trugen; eine Schreibpalette stammte – wie weiter oben beschrieben – aus dem Besitz Merit-Atons, desgleichen eine Kinderklapper mit einer Widmung der Königin Teje, sowie ein Kästchen mit der Darstellung und dem Namen von Nefer-neferu-Re, der zweitjüngsten Tochter Echnatons und Nofretetes.[29]. Auch im Schacht unterhalb des Grabes von Haremhab wurde das Skelett eines späten Fötus oder einer Frühgeburt gefunden. Chr.) Für den Transport aus dem Tal zum Nil gab es verschiedene Möglichkeiten: Esel, Kamele, Lastträger oder die Decauville-Feldbahn mit Güterloren. November 2015: ahram online, Nevine El-Aref, 23. Der Name war Wesensbestandteil einer Person und ebenso wichtig wie Ka, Ba und Ach. Er veröffentlichte im August 2015 mit The Burial of Nefertiti? [59] Die Entdeckung von Grab KV62 war die Erste, die eine derart stetige Berichterstattung zur Folge hatte. Darunter befinden sich drei weitere Register, unterteilt in je vier Fächer mit einem heiligen Pavian, der auch ein symbolisches Tier des Gottes Thot ist. Das Metropolitan Museum of Art in New York, das über den gesamten Ausgrabungszeitraum personell beteiligt gewesen war, erhielt von Ägypten keine Entschädigung für die entstandenen Auslagen, die sich für das Museum auf etwa 8.000 £ beliefen. Die Nutzung von bereits offenen Gräbern im Tal der Könige bot sich hierfür an, musste jedoch von der Altertumsverwaltung genehmigt werden. Die erste Farbfotografie eines Grabgegenstands war die des in der Vorkammer gefundenen goldenen Thrones am 10. Dynastie (siehe: Grabbeigaben (Altägypten)) und kommt davor und später nur selten vor. Sandale mit dem Hauptmotiv einer Lotosblüte, Reste eines künstlichen Pantherfells mit Verschluss, Schmuck, Leinen und Krummstab in einer Truhe, Howard Carter besuchte 1925 mit Alfred Lucas die Ausstellung zu den dort bereits kurz nach der Ausgrabung gezeigten Gegenständen im Ägyptischen Museum von Kairo. Die Ausstellung “Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze” ist noch bis Ende April 2012. Die Dekoration der anschließenden Nordwand besteht aus drei Szenen und beginnt mit der Vorbereitung der Reise des Königs in das Jenseits (Duat). Dennoch war schon drei Jahre nach der Entdeckung erkennbar, dass der goldene Thronsessel Tutanchamuns in der Farbe wesentlich dunkler war als im Vergleich zum Entdeckungszeitpunkt und der direkt danach erfolgten Ausstellung im Museum. Der zweite Sarg, mit einer Länge von 204 cm, besteht ebenfalls aus mit Blattgold überzogenem Holz und ist, wie alle Särge Tutanchamuns, im „Federmuster-Dekor“ (Rischi-Sarg) gearbeitet. Er betrachtete die unerwartete Aufmerksamkeit seitens Presse und Besuchern im Tal als „peinlich.“[60] Der erste Pressebericht zum Grab des Tutanchamun erschien am 30. Des Weiteren sind Bestattungen von Föten auf einem Friedhof römischer Zeit in der Oase Daleh bekannt. Zu den zeitgenössischen, wenigen Bewertungen, die zu weiteren Erkenntnissen über Tutanchamun beitrugen, gehörte beispielsweise die Untersuchung des Inhaltes einer in der Vorkammer gefundenen Truhe (Fundnummer 21). Der ursprüngliche Eigenname von Tutanchamun, „Lebendes Abbild des Amun“ (Tut-anch-Amun – Twt-ˁnḫ-Jmn), war Tutanchaton, „Lebendes Abbild des Aton“ (Tut-anch-Aton – Twt-ˁnḫ-Jtn). [299] Er beschreibt die Bearbeitung und Handhabung von den unterschiedlichsten im Grab gefundenen Materialien, sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten der Konservierung in seinem ersten Band zum Grab des Tutanchamun. [122] In der mittleren Kolumne wird Tutanchamun mit seinem Thronnamen als „Osiris“ bezeichnet. Nach neuen Erkenntnissen wurden die Beschädigungen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs durch Grabräuber verursacht. Einige dieser Denkmäler werden jedoch später ebenfalls von Haremhab usurpiert. Die Inschrift weist Tutanchamun (hier noch Tutanchaton) als Sohn eines nicht namentlich genannten Königs aus, doch die Beischrift des Blocks nennt neben Tutanchamun auch seine Schwester Anchesenpaaton. Der ehemalige ägyptische Minister für Altertümer, Mamdouh el-Damaty, gab das Ergebnis dieser Analyse erst im März 2016 bekannt. [287] Das Team umfasste während der Arbeitszeit rund 20 Personen. Eine absolute Empfehlung, die sich jeder, der es erreichen kann, einmal erreichen sollte. 405)[18] vorhanden. Beide Figuren tragen die Uräus-Schlange an der Stirn und halten je einen langen Stab und eine Keule in den Händen. Diese Versiegelungen waren bei den beiden Schreinen ein eindeutiges Indiz dafür, dass kein Grabräuber bis zur Mumie des Königs vorgedrungen war. [270] Gefördert wurde diese letzte bekannte Untersuchung von der National Geographic Society. Unsicher ist die Zuordnung des Semenchkare in die Familienverhältnisse, der oft als Bruder/Halbbruder angesehen wird. März 1939 in London abwechselnd in England und Ägypten. Auf Amenophis III. Danach hatte Lord Carnarvon vom Service des Antiquités de l’Egypte, dem heutigen Supreme Council of Antiquities, die Erlaubnis erhalten, Ausgrabungen im Tal der Könige durchzuführen. [63] Ein vergleichbarer Schrein, der jedoch zerlegt und stark beschädigt gewesen war, wurde 1907 von Edward R. Ayrton für Theodore M. Davis in Grab KV55 gefunden. Die auf den vermauerten Durchgängen gefundenen Kartuschen als Zeichen der Versiegelung trugen wie die unversehrten Lehmsiegel von Schreinen oder Kisten ebenfalls nur den Thronnamen Neb-cheperu-Re („Herr an Gestalten, ein Re“[A 3]) des verstorbenen Herrschers und nicht den Eigennamen Tutanchamun. [66] Für den 10. [32] Howard Carter beschrieb die Situation zur Vorkammer: It was slow work, painfully slow, and nerve-racking at that, for one felt all the time a heavy weight of responisibility. Besonders betroffen waren Gräber, die bereits seit der Antike offen zugänglich gewesen waren. Zwischen Ende Dezember 1324 v. Chr. Nach neueren Überlegungen kamen Ägyptologen jedoch zu der Ansicht, dass Tutanchamuns Grab (KV62) von Anfang an als solches für ihn vorgesehen war, da ein nahe gelegenes Grab (KV55) als das der Kija nachgewiesen wurde. Die Demontage der Schreine war teilweise schwierig, da sie erstens entgegen den Markierungen zusammengesetzt und zweitens dabei wenig Sorgfalt aufgewendet und sie zum Teil „gewaltsam“ zusammengesetzt worden waren. Dies trug dazu bei, dass nicht nur der Grabschatz zum Großteil an sich erhalten blieb, sondern zudem aufgrund der Dokumentation noch viele Jahrzehnte nach der Grabentdeckung erforscht werden kann. Anders als bei Tutanchamun haben Räuber dort alles entwendet. Seiner Auffassung nach müssen die Weinkrüge beispielsweise bei der Grablegung nicht zwingend verschlossen gewesen sein. Das goldene Jenseits. [35] Die Maske konnte unterdessen wieder restauriert werden. So entdeckte der italienische Archäologe Ernesto Schiaparelli 1903–1906 im Grab (QV 55) des Amuncherchepeschef, eines Sohnes Ramses III im Tal der Königinnen ebenfalls einen Fötus, vermutlich ein Kind Ramses III.