B. Joch, Rad und Wagen. Er ist der Messias, der Herr. Das Urvolk der Indogermanen entstand, wie David Reich 2017 in einem Vortrag äußerte[29], durch Vermischung osteuropäischer Jäger und Sammler mit frühneolithischen Bauern des Iran. Mit diesen vermuteten Wanderungen breitet sich auch das Pferd wieder nach Westen aus. Die Kurden sind eines der ältesten Kulturvölker der Erde. Dabei erwiesen sich Funde aus Spanien, vornehmlich der Linienbandkeramiker in Deutschland und ihren Vorläufern der Starčevo-Kultur (von Serbien bis Ungarn) als sehr eng verwandt. Dieser Kurgan-Hypothese zufolge lebten die Indogermanen im 5. vorchristlichen Jahrtausend als kriegerisches Hirtenvolk in Südrussland. [37], In Asien wird die ab 2000 v. Chr. nachgewiesene Andronowo-Kultur zwischen Uralfluss und Jenissei als möglicher Ort gesehen, wo sich aus dem Urindogermanischen eine proto-indoiranische Sprache bildete. Renfrews Theorie geht von einem zu frühen Auftreten des Urindogermanischen in Europa aus, da die rekonstruierte Grundsprache in ihrer sprachlichen Tiefenschicht Wörter für Dinge enthält, die erst seit dem 3.–4. Falls Sie direkt ein Abo abschließen wollen, wählen Sie aus unseren umfangreichen Abo-Angeboten mit attraktiven Prämien aus: Zu den Abo-Angeboten gemäßigte Breiten und aufgrund von Lehnwörtern auf frühe Kontakte mit Sprechern uralischer und altaischer Sprachen hin. Große Bestände von Gazellen und Feldern mit Wildgetreide führten zu ersten dauerhaften Ansiedlungen. (u. a. David W. Anthony, David Reich): Massive migration from the steppe was a source for Indo-European languages in Europe. Diese Ausprägungsgebiet wird gemeinhin als „Urheimat“ bezeichnet. a.). Manche Forscher gehen deshalb sogar von einer halbnomadischen Lebensweise aus. Wildpferde kamen vor der Indogermanisierung in Europa nur regional vor, während sie in Steppengebieten große Herden bildeten. Alle Jobs und Stellenangebote in Bamberg, Bayreuth, Coburg und der Umgebung. [12] Immer wieder wurden jedoch auch andere Regionen diskutiert. [20] Auch der italienische Genetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza ging schon früher von einer Anatolien-Expansion und einer späteren Auswanderungswelle aus, glaubte aber, die Anatolien-Auswanderer könnten ebenfalls eine indogermanische Sprache gesprochen haben.[21]. Eine im Ergebnis ähnliche Meinung vertritt der Paläogenetiker Johannes Krause[31]. hätten diese Frühindogermanen die Trichterbecherkultur ausgebildet und ca. einsetzt. Ganz egal, ob dich für Galopp- oder Trabrennsport faszinieren lässt, hier auf der Wettstar.News gibt es für jeden das Richtige. Die verschiedenen Hypothesen unterscheiden sich bereits beim Versuch, die Urindogermanen zeitlich zu fassen. B. bis ins westliche Mitteleuropa ausbreiteten und sich mit der dort ansässigen Bevölkerung vermischten. [32] Colin Renfrew sieht die Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen im Zusammenhang mit der Eliteherrschaft, die mit der Entwicklung komplexer Gesellschaften auftrat. Demnach hatten sie einen polytheistischen Götterhimmel, in der ein Himmelsvater (*diwós ph2tḗr) eine zentrale Rolle einnahm. Diese Meinung entspricht im Ergebnis in etwa der Armenien-Hypothese. 2500 v. Chr. Die „ursprünglichen Indogermanen“ sollten aber nicht als Ethnie oder Kultur angesehen werden, da sie allein durch eine von der Wissenschaft rekonstruierte Sprache definiert werden. Mit dem darin vorgestellten Konjugationssystem erbrachte Bopp den methodischen Beweis für die von William Jones postulierte Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen. Januar bis 14. Dem Argument, dass es kein gemeinsames Wort für Reiten gibt, steht die Tatsache gegenüber, dass eine größere Ausbreitung ohne Reitpferde kaum vorstellbar ist. 12. bis 10. vorchristliches Jahrtausend) gedieh in der küstennahen Levante eine große Artenvielfalt und -dichte, die es den Menschen ermöglichte, ihre Schweifgebiete deutlich zu reduzieren und länger an einem Ort zu wohnen (Dies trifft auch auf einige Lebensräume des mittelsteinzeitlichen Europas zu). eine Brandkatastrophe, wenig später werden im mittleren Kleinasien die Hethiter fassbar. 8000 Jahren wanderten Ackerbauern aus Anatolien nach Europa ein, die die mesolithische Bevölkerung zunächst weitgehend ersetzte und in Randgebiete abdrängte, von wo aus jene dann wieder zurückdrang und sich mit den Ackerbauern vermischte. in mehreren Wellen west-, süd- und ostwärts gezogen. Jahrhunderts. Neben solchen Wissenschaftlern, die der protonazistischen Ideologie vom „nordischen Herrenmenschen“ nahestanden, gab es Indogermanisten und Prähistoriker, die die Mitteleuropa-Hypothese aus rein wissenschaftlichen Erwägungen favorisierten (z. Späteste Annahmen datieren die Ausbreitung der Indogermanen nach Europa in das Neolithikum oder in die regional unterschiedlich beginnende Bronzezeit (in Mitteleuropa ca. Daher werden sie im Folgenden einzeln vorgestellt. Die Trennung in verschiedene Sprachgruppen erfolgte vermutlich zwischen 3400 und 3000 v. Der Wortschatz der rekonstruierten proto-indoeuropäischen Sprache gibt Hinweise auf die Lebensweise ihrer Sprecher. Die These erscheint zunächst dadurch überzeugend, dass diese Wirtschaftsweise auch eine ökonomische Überlegenheit darstellte. Die Vorstellungen reichen von einer Invasion der Indoeuropäer nach Europa und Indien über eine allmähliche Infiltration und Vermischung bis hin zur reinen Weitergabe von Sprache und kulturellen Errungenschaften ohne nennenswerten genetischen Austausch. nach Westen vorstießen. B. Im Norden wich in dieser Zeit die Kollektivbestattung in Megalithgräbern der Einzelbestattung, wobei man in den Gräbern Hocker und Ockereinstreuungen findet, wie sie in Steppengräbern Südrusslands und Zentralasiens gebräuchlich waren. Im Mittelpunkt der religiösen Praktiken standen vermutlich Opfer-Riten, welche durch eine Priester-Kaste vollzogen wurde. Der US-amerikanische Anthropologe David W. Anthony betont ausdrücklich, es habe sich nicht um eine koordinierte militärische Invasion gehandelt, sondern um die Einwanderung von Stämmen, die die alteuropäische Bevölkerung aufgrund ihrer militärischen und ökonomischen Überlegenheit in ein Klientelverhältnis gezwungen und somit von sich abhängig gemacht hätten.[35]. Der regionale Fahrzeugmarkt von inFranken.de. Ein solcher Austausch (Sprachbund) kann durch direkte Nah- oder Fernkontakte zwischen Vertretern der finno-ugrischen Völker und Proto-Indoeuropäern erfolgt sein, wobei man unter Fernkontakten Beziehungen versteht, die nicht durch räumliche Nähe in der unmittelbaren Heimat erfolgen, sondern z. So ließen sich sowohl im Wortschatz als auch in der Grammatik konvergente Elemente rekonstruieren, etwa lexikalische Wortstammformen, grundlegende grammatische Strukturen und verschiedene Pronominalstämme. In jüngerer Zeit vertritt der Archäologe Alexander Häusler (2003)[28] wieder die Meinung, dass die indogermanischen Sprachträger zur autochthonen Bevölkerung Europas zählen und dort ohne größere Invasionen oder Migrationen von außerhalb seit dem Mesolithikum ansässig waren. Eine 2015 veröffentlichte genetische Studie von Forschern der Harvard Medical School in Boston stützt Gimbutas Theorie. Es gibt Hinweise auf sakrale Königtümer, in welchem der Stammesführer gleichzeitig die Rolle eines hohen Priesters einnahm. equus 'Pferd'), aber es ist umstritten, ob die Indogermanen bereits Reiter waren. Etwa um 2300 v. Chr. Hans J.J.G. ): Haak, Wolfgang et al. nordindische Abspaltung erfahren habe, und dann westwärts in den nordpontischen Raum. muss es dann eine massive Einwanderung aus den südrussischen Steppen gegeben haben. Streitaxtkultur, die sich mit Ausnahme Westfrankreichs und der Iberischen Halbinsel in ganz Europa ausbreiteten und mit der ansässigen Bevölkerung vermischten. Teilweise wird sogar bestritten, dass eine solche mit den Mitteln der Indogermanistik überhaupt möglich ist. Allerdings stehen Beweise für frühe Reitpferde im Westen noch aus: Die Fuhrwerke wurden noch lange von Ochsen gezogen. ): Subgrouping of Main Indo-European Language Branches according to SLRD-Method (Holm 2007). Jahrtausend v. Chr. Auch Troja erlebte um 2200 v. Chr. Eine weitere Ausbreitung gab es in den Altai und nach Tuwa[39]. Jahrtausends verbreitete Streitaxt als Kennzeichen einer indoeuropäischen Invasion. in mehreren Wellen west-, süd- und ostwärts gezogen. indoarischen Sprachraum ausgebreitet haben (Sprachkontakt). Intensiv diskutiert wird auch, wie sich Sprache und Kultur der Indoeuropäer im späteren indoeuropäischen bzw. Auf der regionalen Jobbörse von inFranken finden Sie alle Stellenangebote in Coburg und Umgebung | Suchen - Finden - Bewerben und dem Traumjob in Coburg ein Stück näher kommen mit jobs.infranken.de! Gemeinsame indogermanische Bezeichnungen des Ackerbaus, wie z. Zu der so entdeckten indogermanischen Sprachfamilie gehören in Europa alle germanischen, slawischen, baltischen, keltischen und italischen Sprachen sowie Albanisch, Armenisch und Griechisch. Die deutschsprachige Philologie verwendet dennoch traditionell den Begriff indogermanisch. mit der mittelmeerischen Vorbevölkerung vermischen – ein Prozess, aus dem die frühen Griechen und die mykenische Kultur hervorgehen, die um 1600 v. Chr. Welche Sprachen die vorindoeuropäischen Populationen sprachen, bleibt uns verborgen. Jahrtausend fassbaren neolithischen, sozial nicht oder wenig geschichteten und möglicherweise matrilinearen Bauernkulturen von einer patriarchalischen und feudal gegliederten indogermanischen Erobererschicht überlagert, die aufgrund ihrer kriegerischen und technischen Überlegenheit und trotz beträchtlicher zahlenmäßiger Unterlegenheit ihre Sprache und Gesellschaftsstruktur durchsetzte. DDR-Zeitungen als PR-Instrument. Jahrhundert nach ihrer Entdeckung und Entzifferung als zugehörig erkannt werden. Die ersten Versuche, die hypothetische indogermanische Ursprache zu rekonstruieren, unternahm dann August Schleicher Mitte des 19. picdumps.com - Wir sammeln Picdumps - Nur ein Picdump von vielen Picdumps Jahrhundert, in Deutschland besonders von Gustaf Kossinna, versucht wurde. Letztlich wurde dieser Pferdezahn jedoch auf ein Alter von 410 bis 200 Jahren datiert. Diese wurde 1996 von William Ryan und Walter C. Pitman, beides Geologen an der Columbia University, in einem populären Artikel der New York Times vorgestellt. Harald Haarmann zieht bezüglich der Entstehungsmechanismen einen Vergleich zu der Ausbildung von neuzeitlichen Kreolsprachen. Dabei spielten oft auch nationalistische Argumente eine Rolle. Informieren Sie sich hier über Stroh zu Gold! [40], Die bereits vorgestellten paläogenetischen Befunde scheinen den vorstehenden Theorien zu widersprechen. B. Julius Pokorny, Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy, Ernst Meyer u. Dies hat zu einer Reihe von Spekulationen geführt, mit welcher archäologisch nachweisbaren Kultur sie identisch sein könnten. B. Pflug, als auch des Transports wie Rad, Wagen und Joch legen nahe, dass die indogermanischen Stämme sich erst nach Übernahme des Wagentransports (zunächst von Ochsen gezogen) ausbreiteten. Die schon Anfang des 20. Die sozial nicht geschichteten und vermutlich matrilinearen Bauernkulturen werden von einer patriarchalischen und feudal gegliederten indogermanischen Erobererschicht überlagert, die aufgrund ihrer kriegerischen und technologischen Überlegenheit und trotz beträchtlicher zahlenmäßiger Unterlegenheit ihre Sprache und Gesellschaftsstruktur durchsetzt. Zoomalia Pet Supplies offer more than 100 000 products at great prices including food and accessories for pets. Jahrhunderts wies der britische Indologe und Jurist William Jones darauf hin, dass viele Sprachen in Europa und Asien einander so ähnlich sind, dass sie eine gemeinsame Wurzel haben müssen. Selbst wenn Sprecher einer linguistisch rekonstruierten Sprache mit einer archäologisch nachgewiesenen Kultur in Verbindung gebracht werden könnten, könne daraus nicht geschlossen werden, dass diese Sprechergemeinschaft ein Volk gewesen sei oder ihre Sprache sich auf die eine Kultur begrenzt habe. Den Begriff langues indo-germaniques prägte der dänisch-französische Geograf Conrad Malte-Brun 1810,[3] während die Bezeichnung Indo-European languages 1813 von Thomas Young eingeführt wurde. Zoomalia Online Pet Supplies. [2] Es ist gut belegt, dass in der Levante (Westliches Vorderasien) – in der es erstmals in der Menschheitsgeschichte zur neolithischen Revolution (Kultureller Wandel in Folge der Entwicklung produzierender Wirtschaftsweisen) kam – bereits viele Jahrtausende vor der Jungsteinzeit im Epipaläolithikum zu ortsfesten Ansiedlungen kam. Auf der Grundlage der vom 11. Inspiration mehrheitlich abgelehnt. Archaeolingua Alapítvány, Budapest 2019. Für archäologische Kulturen gilt ähnliches wie für Protosprachen: Zahlreiche Indogermanisten versuchten, durch Analyse der manchen indogermanischen Sprachen gemeinsamen Pflanzen- und Tierbezeichnungen, die demnach Bestandteil der indogermanischen Ursprache sind, die Urheimat ihrer Träger zu ermitteln. Auch abseits solcher rein ideologisch geprägten Argumentation warnen die Sprachwissenschaftler jedoch, dass ein Zusammenhang zwischen einer rekonstruierten Ursprache wie der indogermanischen und einer Kultur prinzipiell hypothetisch ist. Der französische Religionswissenschaftler Georges Dumézil vertritt die Ansicht, dass die Gesellschaft ähnlich wie bei vielen späteren Kulturen mit indogermanischer Sprache dreigeteilt war, in den Klerus, eine Kriegerklasse und einfache Bauern. Seit 2015 kann erstmals genetisches Material aus archäologisch gewonnenen menschlichen Knochenfunden aus ganz Europa (Kleinasien, Mitteleuropa, Russland westlich des Ural, Spanien und England) in größerer Zahl ausgewertet werden. Das Ergebnis ist, dass die Ancient-DNA-Forscher heute davon ausgehen, dass die Menschen der frühneolithischen Kultur der Bandkeramik von ihrer genetischen Herkunft her zu mehr als 90 Prozent von einer mediterranen Ursprungsbevölkerung in Kleinasien abstammten, dass die mittelneolithischen Kulturen entstanden, indem sich die untergehenden Bandkeramiker mit „einheimischen“ westlichen Jäger-Sammler-Völkern vermischten, so dass der Anteil der Menschen mit genetischer Herkunft aus dem europäischen Mesolithikum auf bis zu 17 % anwuchs, und dass die spätneolithischen Kulturen der Schnurkeramiker und Glockenbecher durch massive Zuwanderung aus dem Nordschwarzmeer-Gebiet entstanden, die sich mit den Menschen der mittelneolithischen Kulturen Mitteleuropas vermischten. In der Mitte des 11. ), Schmuckformen und Verzierungen bei der Keramik wandeln sich. Er zog dabei außer den noch gesprochenen indogermanischen Sprachen auch schriftlich belegte ausgestorbene Sprachen hinzu und erstellte einen der ersten Stammbäume, der die angenommene Verwandtschaft der Sprachen untereinander darstellte. Chr.). Auch die Wörter Pflug, Rad, Wagen, Achse, Deichsel und Joch haben in den indogermanischen Sprachen eine gemeinsame Wurzel, was bedeutet, dass die Sprecher des Indogermanischen Ackerbau betrieben und Wagen benutzt haben müssen. - "TOP Kanzlei IT-Recht 2019" (WiWo, 34/2019) Diese rekonstruierte Ursprache nennt man nach aktuellen, international-wissenschaftlichen Gepflogenheiten auch Proto-Indoeuropäisch (PIE). Horizonte mit ausreichend umfangreicher Datenlage werden Kulturen genannt. [25] Auf die vorgebrachte Kritik reagierte Gamkrelidse im Jahr 2010 mit einer aktualisierten Hypothese. Vor ca. Die Hypothese von Marija Gimbutas, die wegen der Gleichsetzung der südrussischen Kurgankultur mit den Indoeuropäern und der von ihr postulierten sozialen Struktur der nichtindoeuropäischen Vorbevölkerung (Alteuropa) zeitweise stark in die Kritik geraten war, passt im Gegensatz zu Renfrews Annahme am besten zum sprachlichen Befund, wonach die Indoeuropäer nicht zu Beginn des Neolithikums nach Europa kamen, sondern erst in relativ später Zeit im 3. Dies ist nicht ungewöhnlich, da auch von rezenten spezialisierten Jägern und Sammlern mehr oder weniger sesshafte Lebensweisen bekannt sind (beispielsweise ermöglicht durch Fisch, Meeresfrüchte oder Wasserreis). Reinschauen lohnt sich, denn hier findest du aktuelle Tipps, Vorschauen und unsere Aktionen immer topaktuell informiert. Dezember 2020 um 14:37 Uhr bearbeitet. Gleichzeitig geriet jedoch die gesamte Indogermanistikforschung im deutschen Sprachraum in der Folge in Verruf, da bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs der hiesige popularistische öffentliche Diskurs ein halbes Jahrhundert lang die Indogermanistik durch Verortung der Urheimat in Mitteleuropa zur Grundlage einer nordischen Herrenmenschenideologie gemacht hatte. [4] Der deutsche Begriff indogermanisch wurde erstmals von Heinrich Julius Klaproth gebraucht,[5] ein sich zwar im deutschen Sprachraum bald durchsetzender Begriff,[6] der jedoch von Franz Bopp vermieden wurde. Die Menschen waren nun gezwungen, saisonale Nahrungsengpässe zu überbrücken. Die während des Neolithikums und der frühen Bronzezeit in Südrussland, der Ukraine und Moldawien existierenden Kulturen nördlich und östlich des Schwarzen Meeres und an der Wolga wurden von der litauisch-amerikanischen Archäologin Marija Gimbutas 1956[14][15] nach der charakteristischen Bestattungsweise in Grabhügeln (Kurgan) zur sogenannten Kurgankultur zusammengefasst. Allerdings weisen die gemeinsamen Pflanzen- und Tiernamen auf mittlere bzw. Reich, David (Of Harvard Medical School),: H. W. Arz, F. Lamy, J. Pätzold, P. J. Müller, M. Prins: z. 3600–2600 v. Jahrhunderts von vielen Sprachwissenschaftlern (Linguisten) geäußerte Vermutung, die Urheimat der indogermanischen Sprachen befinde sich in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meers, wird auch heute noch von der Mehrheit der Sprachwissenschaftler favorisiert[13] und gilt seit der Widerlegung der Hypothesen Renfrews (s. sowohl über den Balkan, als auch den Westmediterranen Raum nach Mittel- und Nordeuropa brachten. Nach 1945 wurden und werden jegliche Mitteleuropatheorien zur Herkunft der Indogermanen aufgrund ihrer vormaligen prominenten nationalistischen und rassistischen Instrumentalisierung bzw. Als Indogermanen oder Indoeuropäer werden nach linguistischem Verständnis die Sprecher der heutzutage rekonstruierbaren indogermanischen Ursprache bezeichnet (es handelt sich also nicht um „Germanen“, die Bezeichnung ist vielmehr eine Rückbildung aus dem Adjektiv „indo-germanisch“; siehe Bezeichnung indogermanischer Sprachen).Diese rekonstruierte Ursprache … Ebenfalls vom Orient ausgehend verbreitete sich mit der Spezialisierung auf die Viehzucht der Hirtennomadismus in Eurasien und Afrika, der vor allem in kargen Räumen, in denen kein Pflanzenanbau möglich war, eine Subsistenzgrundlage bot, die jedoch keine oder nur eine teilweise Sesshaftigkeit ermöglichte. So wurde etwa in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch im Iran versucht, die „Urheimat“ der „Arier“ (im Sinne von Urindogermanen) im eigenen Einflussbereich zu lokalisieren. In seiner 2018 erschienenen Veröffentlichung schrieb er "Die Heimat der Bevölkerung, die erstmals Indogermanisch sprach, liegt wahrscheinlich im heutigen Iran oder Armenien". Er bevorzugte ab 1833 die Bezeichnung indo-europäisch.[7]. Die Urindogermanen könnten demnach auf Grund vorhandener Wörter als eine patriarchal organisierte halbnomadische Gesellschaft angesehen werden, die den Pflug kannte, das Pferd nutzte und mit einiger Sicherheit nicht am Meer beheimatet war. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sesshaftigkeit&oldid=207845911, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. [34], Eine dieser Wellen waren demnach die Träger der Schnurkeramik- bzw. take-e-back ist ein Rücknahmesystem für Elektro-Altgeräte von teilnehmenden Einzelhändlern, Onlinehandel und Vertreibern von Elektroartikeln. Das Gesellschaftssystem war wohl patrilinear organisiert. Denn die indogermanische Ursprache enthält viele Begriffe aus der Milch- und Viehwirtschaft (Milch, Butter, Wolle, Webtechnik) dem nur die Bezeichnung für eine einzige, bisher nicht identifizierte Getreidesorte gegenübersteht. Schon lange vor Marija Gimbutas galt vielen Archäologen die Ende des 4. Die Gemeinsamkeiten der bekannten indogermanischen Sprachen setzen gemeinsame linguistische Vorstufen voraus, Sprecher, die diese gesprochen haben, sowie einen Kommunikationsraum, in dem – unter der zunächst noch beschränkten Mobilität – diese Sprache der gegenseitigen Verständigung diente. Die meisten Ansätze verorten sie in den Steppengebieten nördlich von Schwarzem und Kaspischem Meer. Thomas V. Gamkrelidze, Vjacheslav V. Ivanov: Rezension des Werkes Thomas W. Gamkrelidse, Wjatscheslaw Iwanow: David Reich: Ancient DNA and the new science of the human past. Juli 2017, Broad Institute. B. in lat. Da die Menschen wahrscheinlich nicht mehr bereit oder in der Lage waren, die sesshafte Lebensweise aufzugeben – die u. a. von einer Anhäufung materieller Besitztümer und der Herausbildung sozialer Schichten und völlig neuer -Strukturen gekennzeichnet war –, musste der Getreideanbau intensiviert werden, um die Ernährung sicherzustellen. Laut dieser These lebten die Proto-Indoeuropäer in unmittelbarer Umgebung des prähistorischen Schwarzen Meers und verließen ihre Heimat nach einer gigantischen Flutkatastrophe. Auch Troja erlebt um 2200 v. Chr. Als Begründer der indogermanischen Sprachwissenschaft gilt Franz Bopp mit seinem 1816 erschienenen Werk Über das Conjugationssystem der Sanskritsprache in Vergleichung mit jenem der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache. Bereits um 11.000 v. Chr. Die keltischen Sprachen waren damals noch nicht als zur Sprachfamilie zugehörig eingestuft; die anatolischen und die beiden tocharischen Sprachen konnten erst im 20. Jede wie auch immer geartete Ursprungshypothese muss sich also auf Zeiten und Räume beziehen, von denen wir mehr oder weniger Kenntnisse nur durch die Archäologie und neuerdings durch die Gentechnik besitzen. Archäologen ordnen die Funde zu Fund-Horizonten. Der britische Archäologe Colin Renfrew setzt die Indogermanen mit den neolithischen (jungsteinzeitlichen) Bauern gleich, welche die Landwirtschaft ab 7000 v. Chr. 99,9 % der Weltbevölkerung sind sesshaft.[1]. Zuerst kamen zwischen 5000 und 6000 v. Chr. Einflussreiche Anführer könnten bereits – wie später in zahlreichen Kulturen mit indoeuropäischer Sprache – mit ihrem Eigentum, vielleicht sogar mit bestimmten Familienmitgliedern, wie ihren Frauen, beigesetzt worden sein. Chr.) Jahrtausend v. Chr. Eine so genannte „Kultur“ wird durch typische Funde, zumeist der Keramik, definiert (Leitfunde). So belegen zum Beispiel weitgehend gemeinsame Worte für Silber, Gold und vor allem Bronze, dass die Indogermanen diese Metalle bereits verarbeiteten, jedoch noch kein Eisen. [19] Eine etwa zeitgleich, aber unabhängig erstellte dänische Studie weist in dieselbe Richtung. Eine Begründung ergibt sich aus den Techniken, beispielsweise des Wagenbaues, die im gemeinsamen Wortschatz ihren Niederschlag gefunden haben. Hier gibt es alle Infos rund um den Pferderennsport. Die Armenien- und Anatolien-Hypothese unterstützen sich teilweise gegenseitig. Fallstudien zu den Zentralorganen Neues Deutschland, Junge Welt, Neue Zeit und Der Morgen. Die Bezeichnungen indogermanisch und indoeuropäisch sind in der Anwendung deckungsgleich und werden im deutschsprachigen Raum häufig synonym verwendet. B. Christian Carpelan, Asko Parpola, Petteri Koskikallio (Hrsg. Insofern ist davon auszugehen, dass einige wildbeuterisch lebende Ethnien der Ur- und Frühgeschichte, die in biomassereichen Gegenden lebten, bereits weit vor der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht zumindest zeitweise sesshaft lebten (siehe auch Archäologische Wohnplatzfunde). Diese frühmetallzeitliche Periode brachte, wie bereits vorher die Landwirtschaft, eine größere Umwälzung mit sich. Sie domestizierten das Pferd (Sredny-Stog-Kultur um 4000 v. konkreter bis nach Island reicht, wo eine germanische Sprache gesprochen wird. Die von Hans Krahe begründete und von Wolfgang P. Schmid weiterentwickelte „Alteuropa-Theorie“ stützt sich auf die Untersuchung alter Gewässernamen. Es gibt auch sprachliche Hinweise auf eine Domestizierung des Pferdes (*h₁ék̑-u; -u-Stamm zur Wurzel *h₁ek̑ 'schnell' wurde zu *h₁ék̑-wo-, z. Nach heutigem Kenntnisstand der Archäologie war die ortsfeste Landwirtschaft – die einen deutlich größeren Arbeitsaufwand erfordert und in ihrer ursprünglichen Form gegenüber der aneignenden Wirtschaftsform größere Risiken birgt – nicht die Ursache der Sesshaftigkeit, sondern ihre Folge. Der deutsch-finnische Sprachwissenschaftler Harald Haarmann[2] geht davon aus, dass es auch einen Sprachaustausch zwischen der proto-uralischen Sprache und der indogermanischen Ursprache gegeben hat. Die Göttinger Schule der Gewässernamenkunde (Hydronymie, letzter Vertreter: Jürgen Udolph) nimmt ein sogenanntes „alteuropäisches“ sprachliches Kontinuum an. Vor allem hielten die Indogermanen wohl Schafe (Nom.Sg. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe … Seit der Entdeckung der Verwandtschaft zwischen den indogermanischen Sprachen sind Linguisten bemüht, die zugrundeliegende gemeinsame Sprache zu rekonstruieren. Ab dem späten 19. Holm: The Earliest Wheel Finds, Their Archeology and Indo-European Terminology in Time and Space, and Early Migrations around the Caucasus.